Beispiele

Frau in Kenia

Roseline Melubo (35) ist Lehrerin an der Nukutani Primarschule in Loitokitok (Kenia). Der Ort liegt unmittelbar an der Grenze zu Tansania, am Fuß des Kilimandscharo. Ihr Mann ist LKW-Fahrer für eine Koreanische Firma in Mombasa und kommt nur an den Wochenenden nach Hause.

Roseline ist eine resolute Frau, die weiß, was sie will. Wenn Sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, unternimmt sie alles, um es zu erreichen. So war das auch mit dem Solar-Home-System, das sie sich vor allem für ihre drei Kinder wünschte, die ebenfalls die Primarschule in Nukutani besuchen: Denn die bisher genutzten Kerzen und Kerosinlampen geben abends kein ausreichendes Licht zum Lesen und Lernen.

Also bestellte sie bei SunTransfer Kenia, dem kenianischen Partner der Solar-Connect eG, ein Solar-Home-Systeme mit vier LED-Lampen, das sie mit einem Ratenkredit über ein Jahr finanzierte. Die monatlichen Raten hat sie inzwischen ohne Probleme abbezahlt. Sie waren nicht höher als der Betrag, den sie ohnehin bisher für Kerosin und Kerzen ausgegeben hatte.

Mit dem neuen Solarsystem kann sie nun zusätzlich noch ihr Handy laden, was die Kommunikation mit ihrem Mann in Mombasa erleichtert. Auch die Sicherheit des Hauses hat sich mit dem Solarlicht erhöht: Eine der vier Solarlampen ist draußen an der Tür angebracht. So werden  wilde Tiere und Einbrecher gleichermaßen abgeschreckt.

Roseline ist stolz auf ihr Solarlicht - und wünscht sich nun als nächstes einen Solar-Fernseher. Mit Hilfe von Solar-Connect eG wird sie ihn erhalten können.

Solartechniker in Äthiopien

Shimeles Taddese (34) absolvierte nach seiner Ausbildung zum Elektrotechniker die Weiterbildung zum Solarunternehmer bei der äthiopischen Stiftung Solarenergie. Über mehrere Jahre leitete er das Solar-Center der Stiftung Solarenergie in Awassa. Zu seinen Aufgaben gehörten neben der Installation von Solar-Home-Systemen auch Wartung, Kundenservice und die Abwicklung der Ratenkredite.

2014 hat sich Shimeles zusammen mit seinen vier Mitarbeitern selbständig gemacht und das bisher stiftungseigene Solar-Center in einen eigenständigen Solarbetrieb umgewandelt. Die Aufgaben bleiben dieselben, allerdings ist Shimeles nun selbst für den wirtschaftlichen Erfolg verantwortlich. Ein wichtiger Schritt für den jungen Familienvater.

Shimeles hat keine Sorge, dass Kunden ausbleiben. Er hat in den vergangenen Jahren selbst erlebt, wie groß die Nachfrage nach Solaranlagen ist. Sein jährlicher Umsatz beträgt bis zu 200.000 Euro. Seine Kunden bestellen vor allem fest installierte Solar-Home-Systeme für Licht, Handyladung und zum Anschluss eines Fernsehers.

Shimeles' größte Sorge ist die Finanzierung sowohl seines eigenen Lagers wie auch der Kredite für seine Kunden. Die Konditionen der lokalen Banken sind für ihn unerschwinglich. Daher setzt Shimeles ganz auf die Partnerschaft mit Solar-Connect eG.

Frau beim Zusammenbau von Solarprodukten

Am Anfang stand die Praxis der äthiopischen Stiftung Solarenergie, die Solarkomponenten im Land selbst zu fertigen Produkten zusammen zu bauen, um so mehr Wertschöpfung und Wissen nach Äthiopien zu bringen. Daraus wurde inzwischen ein eigenes Unternehmen: STM Solar Technologies Manufacturing. Es ist das erste Unternehmen in Äthiopien überhaupt, das Solarprodukte für den heimischen Markt anfertigt.

Neben der Schaffung lokaler Arbeitsplätze ist das Unternehmen vor allem für das lokale Solarhandwerk hilfreich: Denn nun können die zahlreichen kleinen Handwerksbetriebe in Äthiopien Solarprodukte auch in kleinen Mengen kaufen und in Landeswährung bezahlen.

Der Zusammenbau der Solarprodukte bei STM wird von Mena Hailemichael und Haregewain Amare geleitet, die beide von der Stiftung Solarenergie zur Solarmanagerin ausgebildet wurden und schon mehrere Jahre praktische Erfahrung haben.

STM benötigt als Unternehmen Betriebskapital, um die Komponenten bei den Lieferanten einkaufen zu können. Die Partnerschaft mit Solar-Connect eG ermöglicht dem Unternehmen ein solides Wachstum.

Frau in ihrem Geschäft auf den Philippinen

In dem Städtchen Taytay auf der Insel Palawan (Philippinen) besitzt Nene Armenton einen kleinen Laden, auf den Philippinen "Sari-Sari-Store" genannt. Dort verkauft sie abgepackte Lebensmittel, Getränke, Süßwaren und andere kleine Dinge für den täglichen Bedarf.

Zwar ist ihr Stadtteil an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, aber die Stromversorgung ist unzuverlässig und jeden Tag für mehrere Stunden unterbrochen. Daher war sie es gewohnt, ihren kleinen Laden häufig bereits bei Sonnenuntergang zu schließen.

Das vom philippinischen Partnerunternehmen der Solar-Connect eG installierte Solarlicht ermöglicht es ihr nun, das Geschäft auch abends zu öffnen. Hell erleuchtet das kleine LED-Licht ihren Shop, wenn die Kunden abends in Scharen kommen, um Getränke und Essen zu kaufen. Denn ihr Laden ist eines der wenigen Geschäfte, das noch geöffnet ist, wenn der Strom mal wieder ausfällt.

Durchschnittlich 400 Pesos (ca. 7,30 Euro/8,80 CHF) beträgt nun ihr Umsatz pro Nacht - eine Steigerung von 50% ihrer gesamten Tageseinnahmen. Für die Mutter von fünf Kindern ist dieses zusätzliche Einkommen eine wichtige und hoch willkommene Hilfe, um das Überleben der Familie zu sichern.